Schnitt für Social Media: Einstieg, Tempo, Untertitel
Im Schnitt entscheidet sich, ob jemand dranbleibt. Ein Kurzvideo hat keine Zeit für Anlauf: Die ersten Sekunden müssen sagen, worum es geht, jede weitere Sekunde muss sich ihren Platz verdienen, und das Ende führt zum nächsten Schritt.
Die ersten Sekunden
Beim Wischen durch den Feed entscheidet sich in einem Augenblick, ob jemand stehen bleibt. Deshalb fange ich nie mit dem Logo, einer Begrüßung oder einer langen Einleitung an, sondern mit der Frage, dem Bild oder dem Satz, um den es geht. Wer das Problem in den ersten Sekunden wiedererkennt, schaut weiter.
Tempo ohne Hektik
- Luft raus. Pausen, „Ähm“ und doppelte Anläufe kommen raus. Ein Gedanke folgt direkt auf den nächsten.
- Bildwechsel. Ein Wechsel zwischen Sprecher, Detail und B-Roll hält das Auge wach. Aber nicht jede Sekunde, sonst wird es unruhig.
- Ton führt das Bild. Oft beginnt der nächste Satz schon, bevor das Bild wechselt. Das macht Übergänge weich.
- Eine Botschaft. Was nicht zur einen Aussage des Videos gehört, wird ein eigenes Video.
Untertitel
Viele schauen ohne Ton, deshalb gehören Untertitel bei uns zu jedem Video. Sie stehen im sicheren Bereich in der Bildmitte, sind gut lesbar und laufen im Takt der Sprache, ein paar Wörter auf einmal statt ganzer Absätze. Und sie werden geprüft, denn ein Tippfehler in großer Schrift fällt auf.
Musik und Geräusche
Musik gibt die Stimmung vor, aber sie bleibt deutlich unter der Stimme. Ich schneide gern auf den Takt, weil das ein Video rund wirken lässt. Kleine Geräusche, eine Tür, ein Klick, ein Motor, machen Bilder lebendig. Und: Nur Musik verwenden, für die die Rechte geklärt sind.
Das Ende
Das Ende entscheidet, was danach passiert. Entweder ein klarer nächster Schritt, etwa der Hinweis auf den Link, oder ein Schluss, der so in den Anfang übergeht, dass das Video noch einmal läuft. Beides ist besser als ein Abspann, den niemand sieht.
Wie aus Zuschauern Anfragen werden, steht im Ratgeber Mit Social Media Anfragen gewinnen statt nur Likes.
Häufige Fragen
Wie lang sollte ein Kurzvideo sein?
Typisch sind 30 bis 60 Sekunden. Entscheidend ist, dass keine Sekunde leer läuft.
Braucht jedes Video Untertitel?
Ja, denn viele schauen ohne Ton. Bei uns gehören sie zu jedem Video.
Darf ich jede Musik verwenden?
Nein, nur Musik mit geklärten Rechten. Sonst drohen Stummschaltung oder Ärger.
Wer schneidet bei euch?
Wir. Schnitt, Untertitel, Musik und Cover gehören zum System. Reinen Schnitt von fremdem Material bieten wir nicht als einzelne Leistung an.
Geschrieben von Bastian Obitz
Automotive Cinematography bei cebo studio. Sechs Jahre Veranstaltungstechnik, danach Metallbau, seit 2019 hinter der Kamera, seit 2022 mit eigenem Betrieb. Von ihm stammt der Look unserer Videos.
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Welche Geschichte erzählen wir als Nächstes?
30 Minuten per Videocall mit Cedric und Basti. Du bekommst eine erste Einschätzung deiner Positionierung und siehst, wo dein größter Hebel liegt.




















