So läuft ein Drehtag ab: Vorbereitung, Ablauf, Ergebnis
Ein guter Drehtag ist zu achtzig Prozent Vorbereitung. Wenn Themen, Skripte und Räume vorher stehen, reichen meist zwei bis vier Stunden vor Ort für einen ganzen Monat Content, und du musst dabei nichts auswendig können.
Bevor wir kommen
Ich komme nie mit leeren Händen und offenen Fragen zu einem Dreh. Was vorher passiert, entscheidet, wie entspannt der Tag wird:
- ThemenplanAus der Strategie entsteht ein Plan für den Monat: welche Videos, in welcher Reihenfolge, mit welchem Ziel.
- SkripteFür jedes Video schreiben wir vorab, was gesagt und gezeigt wird. Keine Texte zum Auswendiglernen, sondern Stichpunkte und eine klare Reihenfolge.
- DrehplanIch plane, welche Szenen wir wo drehen. Alles, was im selben Raum spielt, kommt hintereinander, damit wir nicht dreimal umbauen.
- Kurzer AbgleichEin paar Tage vorher klären wir, wer vor der Kamera steht, welche Räume frei sind und ob etwas Besonderes ansteht.
Was du vorbereiten kannst
- Räume. Aufgeräumt, aber nicht steril. Ein Arbeitsplatz darf nach Arbeit aussehen, nur ohne Kaffeebecher und Kabelsalat im Bild.
- Kleidung. Was du sonst auch trägst, in ruhigen Farben. Feine Streifen und kleine Karos flimmern im Video, große Logos fremder Marken lenken ab. Bring gern ein zweites Oberteil mit.
- Menschen. Sag deinem Team Bescheid, wer wann gebraucht wird. Niemand muss, aber wer Lust hat, ist Gold wert.
- Ruhe. Für die Sprechszenen brauchen wir einen Raum, in dem für eine halbe Stunde nicht telefoniert, gebohrt oder gesaugt wird.
So läuft der Tag
Wir kommen mit Kamera, Licht und Ton. Der Aufbau dauert eine Weile, weil ich Licht und Ton für jeden Raum neu einstelle. In der Zeit gehen wir kurz die Skripte durch, ganz entspannt bei einem Kaffee.
Dann drehen wir zuerst die Sprechszenen, solange alle frisch sind. Die ersten Takes sind zum Warmwerden, das ist normal und gehört dazu. Danach kommen die Bilder, die später zwischen den Sätzen laufen: Hände bei der Arbeit, Details, Wege durch den Betrieb. Die nennt man B-Roll, und sie machen aus einem sprechenden Kopf ein Video, das man gern anschaut.
Am Ende baue ich ab, und du hast den Rest des Tages frei. Bei dir bleiben meist zwei bis vier Stunden.
Was danach passiert
Im Schnitt entstehen aus dem Material die einzelnen Videos, mit Untertiteln, Musik und Cover, jeweils im passenden Format für die Kanäle. Die fertigen Videos kommen zur Freigabe auf dein Handy. Nichts wird veröffentlicht, bevor du ok gesagt hast. Danach planen wir die Veröffentlichung zur besten Zeit.
Wie du dich vor der Kamera wohler fühlst, steht im Ratgeber Sicher vor der Kamera: so wirkst du natürlich.
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein Drehtag?
Meist zwei bis vier Stunden vor Ort, je nachdem, wie viele Räume und Menschen dabei sind.
Was muss ich mitbringen?
Nichts außer dir. Kamera, Licht und Ton bringen wir mit.
Muss ich Texte auswendig lernen?
Nein. Wir arbeiten mit Stichpunkten und drehen in kurzen Abschnitten, ich führe dich durch.
Was ist, wenn etwas schiefgeht?
Dann drehen wir es noch einmal. Versprecher sind normal und landen nie im fertigen Video.
Geschrieben von Bastian Obitz
Automotive Cinematography bei cebo studio. Sechs Jahre Veranstaltungstechnik, danach Metallbau, seit 2019 hinter der Kamera, seit 2022 mit eigenem Betrieb. Von ihm stammt der Look unserer Videos.
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Wann ist dein erster Drehtag?
30 Minuten per Videocall mit Cedric und Basti. Du bekommst eine erste Einschätzung deiner Positionierung und siehst, wo dein größter Hebel liegt.




















